

Eine gute medizinische Versorgung rund um Schwangerschaft, Geburt und die ersten Lebensjahre hängt davon ab, wie nah die nächste Gesundheitseinrichtung ist. Und ob geschultes Personal zur Verfügung steht. Im ländlichen Sambia bedeuten lange Wege, fehlende Transportmöglichkeiten und unterversorgte Gesundheitsstationen jedoch häufig, dass Komplikationen zu spät erkannt werden, Geburten ohne medizinische Betreuung stattfinden und vermeidbare Krankheiten für Mütter und Kinder lebensbedrohlich werden.
Im Kasenengwa-Distrikt in der Eastern Province Sambias verbessern wir gemeinsam mit unserem Partner The Hunger Project Zambia die Gesundheitsversorgung für Mütter und Kinder: in Gesundheitsstationen, mobilen Außenstellen und direkt in den Gemeinden.
Das von der Else Kröner-Fresenius-Stiftung und von Das Hunger Projekt geförderte Projekt „Improving Maternal and Child Health Care in Kasenengwa District“ startete im April 2025. Wir haben uns das Ziel gesetzt, in der dreijährigen Projektlaufzeit den Zugang zu guter Mutter-Kind-Gesundheitsversorgung zu verbessern, Gesundheitsfachkräfte und freiwillige Gesundheitsakteur*innen zu fördern und Mangelernährung bei Kindern früh zu behandeln.
Geplant war die Unterstützung von neun Gesundheitseinrichtungen und 36 Außenstellen. In Abstimmung mit dem Kasenengwa District Health Office haben wir die Reichweite auf 13 Gesundheitseinrichtungen und 84 Außenstellen erweitert.
Im ersten Projektjahr 2025 standen Schulungen für Gesundheitsfachkräfte und freiwillige Akteur*innen im Mittelpunkt. Es fanden neun Schulungen und praktische Trainings statt, zu gesunder Ernährung, Kinderkrankheiten, Notfallversorgung bei Geburten, Wachstumskontrolle, Mangelernährung und inklusiver Gesundheitsversorgung.
288 Frauen und Männer aus unterschiedlichen Bereichen wurden geschult: Gesundheitsfachkräfte, freiwillige Gesundheitshelfer*innen und traditionelle Führungspersonen. Diese breite Einbindung ist entscheidend für eine Gesundheitsversorgung im näheren Umfeld.
Die Wirkung zeigt sich bereits: Gesundheitsfachkräfte können Kinderkrankheiten nun früher erkennen und Mangelernährung frühzeitiger erkennen und behandeln. In einer Gesundheitseinrichtung verbesserte sich nach einer Schulung auch die Früherkennung von Lungenentzündungen deutlich. Viele Kinder erhielten dadurch bereits schneller die richtige Behandlung. Die Zahl fachkundiger Begleitung bei Geburten stieg um 150 % im ersten Quartal 2026. Auch die Nachsorge innerhalb von 48 Stunden nach der Geburt stieg bereits signifikant an. Diese Untersuchungen in den ersten Lebensstunden eines Neugeborenen helfen, Risiken rechtzeitig zu erkennen und die Kindersterblichkeit zu reduzieren.


Ein zentraler Punkt des Projekts ist die Ernährung von Kindern unter fünf Jahren. Um Mangelernährung frühzeitig zu erkennen, braucht es geschultes Personal, regelmäßige Wachstumskontrollen und einfache Messinstrumente. Deshalb wurden im ersten Projektjahr Waagen, Messbretter und MUAC-Bänder [1] zur Verfügung gestellt. Dadurch konnten doppelt so viele Fälle von mangelernährten Kindern erkannt und behandelt werden als vor Projektbeginn. Das zeigt, dass durch bessere Untersuchungen mehr betroffenen Kindern geholfen werden kann. Es wurden 2.000 Kilogramm High Energy Protein Supplements an 235 Kinder verteilt. Die Zahl schwer mangelernährter Kinder sank von 16 auf 6. Dies zeigt, dass eine frühe Vorsorgeuntersuchung und Behandlung wirken.
Ein Beispiel ist Hestiny aus Ndande Village. Seine Mutter brachte den damals Einjährigen Jungen in die Gesundheitseinrichtung, weil sie sich Sorgen um seine Entwicklung machte. Dort wurde moderate akute Mangelernährung festgestellt. Hestiny erhielt ergänzende Ernährung, seine Mutter Beratung zu Stillen und kindgerechter Ernährung. Bei der nächsten Kontrolle war sein Gewicht bereits von 7,1 auf 8 Kilogramm gestiegen.
Besonders wichtig ist auch die Einbindung von Männern, die in vielen Familien darüber entscheiden, ob Gesundheitsdienste von Frauen und Müttern genutzt werden. Sie erhalten Schulungen, wie sie Schwangere bei Vorsorgeterminen, Geburtsplanung oder in Notfällen unterstützen können und warum das wichtig ist. Um Wissen über gesunde Ernährung und die Zubereitung von lokal verfügbaren Lebensmitteln zu vermitteln wurden 2025 Koch-Workshops organisiert. An den Workshops haben über 400 schwangere und stillende Frauen teilgenommen. Daraus resultierte auch eine eigene Initiative in den Gemeinden: An zwei Gesundheitseinrichtungen mit Mutterunterkünften wurden sogenannte „Keyhole Gardens“ angelegt, kleine Gemüsegärten, die wenig Wasser benötigen. Schwangere Frauen erhalten dadurch leichter Zugang zu frischem Gemüse.
Gemeinsam mit Catholic Relief Services und der Zambia Agency for Persons with Disabilities wurden Gesundheitsfachkräfte zu inklusiver Versorgung, wie barrierefreier Kommunikation, geschult. In einer Gesundheitseinrichtung führte die Schulung dazu, dass eine gezielte Betreuung von Menschen mit Behinderungen aufgenommen wurde.
Wie wichtig flexible Versorgung ist, zeigt die Geschichte der Zwillinge James und Joshua aus Kunda Village. Die beiden Jungen sind zusammengewachsen und können nicht mit üblichen Methoden auf Mangelernährung untersucht werden. Gesundheitsfachkräfte besuchen die Familie deshalb regelmäßig zu Hause und begleiten die Kinder medizinisch und ernährungsbezogen. So wird die Versorgung an die Situation der Familie angepasst.





Anhand der Farbbereiche lässt sich schnell erkennen, ob ein Kind unterernährt ist und medizinische oder ernährungsspezifische Unterstützung benötigt.

Eine gute medizinische Versorgung rund um Schwangerschaft, Geburt und die ersten Lebensjahre hängt davon ab, wie nah die nächste Gesundheitseinrichtung ist. Und ob geschultes Personal zur Verfügung steht. Im ländlichen Sambia bedeuten lange Wege, fehlende Transportmöglichkeiten und unterversorgte Gesundheitsstationen jedoch häufig, dass Komplikationen zu spät erkannt werden, Geburten ohne medizinische Betreuung stattfinden und vermeidbare Krankheiten für Mütter und Kinder lebensbedrohlich werden.
Im Kasenengwa-Distrikt in der Eastern Province Sambias verbessern wir gemeinsam mit unserem Partner The Hunger Project Zambia die Gesundheitsversorgung für Mütter und Kinder: in Gesundheitsstationen, mobilen Außenstellen und direkt in den Gemeinden.
Das von der Else Kröner-Fresenius-Stiftung und von Das Hunger Projekt geförderte Projekt „Improving Maternal and Child Health Care in Kasenengwa District“ startete im April 2025. Wir haben uns das Ziel gesetzt, in der dreijährigen Projektlaufzeit den Zugang zu guter Mutter-Kind-Gesundheitsversorgung zu verbessern, Gesundheitsfachkräfte und freiwillige Gesundheitsakteur*innen zu fördern und Mangelernährung bei Kindern früh zu behandeln.
Geplant war die Unterstützung von neun Gesundheitseinrichtungen und 36 Außenstellen. In Abstimmung mit dem Kasenengwa District Health Office haben wir die Reichweite auf 13 Gesundheitseinrichtungen und 84 Außenstellen erweitert.
Im ersten Projektjahr 2025 standen Schulungen für Gesundheitsfachkräfte und freiwillige Akteur*innen im Mittelpunkt. Es fanden neun Schulungen und praktische Trainings statt, zu gesunder Ernährung, Kinderkrankheiten, Notfallversorgung bei Geburten, Wachstumskontrolle, Mangelernährung und inklusiver Gesundheitsversorgung.
288 Frauen und Männer aus unterschiedlichen Bereichen wurden geschult: Gesundheitsfachkräfte, freiwillige Gesundheitshelfer*innen und traditionelle Führungspersonen. Diese breite Einbindung ist entscheidend für eine Gesundheitsversorgung im näheren Umfeld.
Die Wirkung zeigt sich bereits: Gesundheitsfachkräfte können Kinderkrankheiten nun früher erkennen und Mangelernährung frühzeitiger erkennen und behandeln. In einer Gesundheitseinrichtung verbesserte sich nach einer Schulung auch die Früherkennung von Lungenentzündungen deutlich. Viele Kinder erhielten dadurch bereits schneller die richtige Behandlung. Die Zahl fachkundiger Begleitung bei Geburten stieg um 150 % im ersten Quartal 2026. Auch die Nachsorge innerhalb von 48 Stunden nach der Geburt stieg bereits signifikant an. Diese Untersuchungen in den ersten Lebensstunden eines Neugeborenen helfen, Risiken rechtzeitig zu erkennen und die Kindersterblichkeit zu reduzieren.


Ein zentraler Punkt des Projekts ist die Ernährung von Kindern unter fünf Jahren. Um Mangelernährung frühzeitig zu erkennen, braucht es geschultes Personal, regelmäßige Wachstumskontrollen und einfache Messinstrumente. Deshalb wurden im ersten Projektjahr Waagen, Messbretter und MUAC-Bänder [1] zur Verfügung gestellt. Dadurch konnten doppelt so viele Fälle von mangelernährten Kindern erkannt und behandelt werden als vor Projektbeginn. Das zeigt, dass durch bessere Untersuchungen mehr betroffenen Kindern geholfen werden kann. Es wurden 2.000 Kilogramm High Energy Protein Supplements an 235 Kinder verteilt. Die Zahl schwer mangelernährter Kinder sank von 16 auf 6. Dies zeigt, dass eine frühe Vorsorgeuntersuchung und Behandlung wirken.
Ein Beispiel ist Hestiny aus Ndande Village. Seine Mutter brachte den damals Einjährigen Jungen in die Gesundheitseinrichtung, weil sie sich Sorgen um seine Entwicklung machte. Dort wurde moderate akute Mangelernährung festgestellt. Hestiny erhielt ergänzende Ernährung, seine Mutter Beratung zu Stillen und kindgerechter Ernährung. Bei der nächsten Kontrolle war sein Gewicht bereits von 7,1 auf 8 Kilogramm gestiegen.
Besonders wichtig ist auch die Einbindung von Männern, die in vielen Familien darüber entscheiden, ob Gesundheitsdienste von Frauen und Müttern genutzt werden. Sie erhalten Schulungen, wie sie Schwangere bei Vorsorgeterminen, Geburtsplanung oder in Notfällen unterstützen können und warum das wichtig ist. Um Wissen über gesunde Ernährung und die Zubereitung von lokal verfügbaren Lebensmitteln zu vermitteln wurden 2025 Koch-Workshops organisiert. An den Workshops haben über 400 schwangere und stillende Frauen teilgenommen. Daraus resultierte auch eine eigene Initiative in den Gemeinden: An zwei Gesundheitseinrichtungen mit Mutterunterkünften wurden sogenannte „Keyhole Gardens“ angelegt, kleine Gemüsegärten, die wenig Wasser benötigen. Schwangere Frauen erhalten dadurch leichter Zugang zu frischem Gemüse.
Gemeinsam mit Catholic Relief Services und der Zambia Agency for Persons with Disabilities wurden Gesundheitsfachkräfte zu inklusiver Versorgung, wie barrierefreier Kommunikation, geschult. In einer Gesundheitseinrichtung führte die Schulung dazu, dass eine gezielte Betreuung von Menschen mit Behinderungen aufgenommen wurde.
Wie wichtig flexible Versorgung ist, zeigt die Geschichte der Zwillinge James und Joshua aus Kunda Village. Die beiden Jungen sind zusammengewachsen und können nicht mit üblichen Methoden auf Mangelernährung untersucht werden. Gesundheitsfachkräfte besuchen die Familie deshalb regelmäßig zu Hause und begleiten die Kinder medizinisch und ernährungsbezogen. So wird die Versorgung an die Situation der Familie angepasst.





Anhand der Farbbereiche lässt sich schnell erkennen, ob ein Kind unterernährt ist und medizinische oder ernährungsspezifische Unterstützung benötigt.
Mehr über unsere Arbeit, aktuelle Projekte und Möglichkeiten zur Unterstützung finden Sie auf unserer Website.
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