

Im Norden Senegals, im Distrikt Podor, ist der Zugang zu guter Gesundheitsversorgung für viele Frauen und Kinder schwierig. Lange Wege zu Gesundheitsstationen, unzureichend ausgestattete Einrichtungen und gesellschaftliche Tabus rund um Schwangerschaft und Familienplanung erschweren besonders im ländlichen Raum eine frühzeitige medizinische Betreuung.
Hier setzt unser 2024 gestartetes Projekt „Stärkung der Mutter-Kind-Gesundheit“ an. Durchgeführt von unserem Partner The Hunger Project Senegal, mit finanzieller Unterstützung der Else Kröner-Fresenius-Stiftung und Das Hunger Projekt Deutschland arbeiten wir daran, die Mütter- und Kindersterblichkeit in Podor nachhaltig zu senken und die Gesundheitsversorgung in zwölf Gesundheitsstationen zu verbessern.
2025 standen Schulungen, Aufklärungsarbeit und die bessere Ausstattung der Gesundheitsstationen im Mittelpunkt der Arbeit. Insgesamt 60 sogenannte „Godmothers“ und freiwillige Gesundheitshelferinnen wurden ausgebildet. Diese Frauen aus den Gemeinden sind wichtige Vertrauenspersonen und Bindeglieder zwischen der Bevölkerung und dem lokalen Gesundheitssystem. Im Projekt lernen sie, Familien über Vorsorgeuntersuchungen, Ernährung, Hygiene, Impfungen und Familienplanung zu informieren. Sie begleiten auch Schwangere zu Gesundheitsdiensten. Zusätzlich erhielten 15 Hebammen Fortbildungen zu Geburtshilfe, und zur Schwangerschaftsvor- und Nachsorge.
Diese Arbeit zeigt bereits Wirkung: Die Anzahl der Frauen, die mindestens vier Vorsorgeuntersuchungen während der Schwangerschaft wahrnahmen, stieg 2025 deutlich an. Auch die Zahl der professionell begleiteten Geburten nahm im Vergleich zum ersten Projektjahr noch einmal deutlich zu: von 908 im Jahr 2024 auf 1.025 im Jahr 2025. Ein weiterer Erfolg ist, dass 2.371 Kinder unter fünf Jahren wichtige Impfungen erhielten.
Eine wichtige Rolle spielt auch die Ernährungsberatung, da es an Kenntnissen und Zugang zu ausgewogener Ernährung für Mütter und Kinder mangelt. Anämie und Mangelernährung sind im Distrikt Podor ein ernstzunehmendes und verbreitetes Problem. Deshalb erhielten 797 schwangere Frauen Eisen- und Folsäurepräparate, 900 Frauen zusätzlich nährstoffreiches Mehl. Dies trägt dazu bei, Anämie und Mangelernährung der Mütter und Kinder zu behandeln und auch vorzubeugen.
Auch die Informations- und Sensibilisierungskampagnen stießen auf große Resonanz. 2025 wurden fast 9.000 Menschen in den Gemeinden zu Themen der Mutter-Kind-Gesundheit erreicht. Über 12.000 Personen nahmen an Aufklärungsmaßnahmen zu gesunder Ernährung teil. Dies zeigt einmal mehr, wie wichtig vertrauensvolle Ansprechpartner*innen vor Ort sind.





Freiwillige Gemeindehelferinnen berichteten uns davon, wie das Projekt ihre Arbeit verbessert. Die Godmother Aissata Ly aus dem Dorf Mbiddi erzählte uns: „Dank der Schulungen zu Familienplanung und Verhütungsmethoden verfüge ich nun über das Wissen und die Argumente, um Frauen in meiner Gemeinde besser zu beraten und zu unterstützen. Ich möchte nun auch Aufklärungskampagnen starten, um Missverständnisse rund um Familienplanung abzubauen.“
Und die Gesundheitshelferin Fatou Diop ergänzt: „Durch das Projekt hat die Zahl unbeaufsichtigter Hausgeburten deutlich abgenommen, da immer mehr Frauen zur Entbindung in die Gesundheitsstationen kommen.“
Auch das Personal in den Gesundheitsstationen profitiert spürbar von den Maßnahmen. Zwei Hebammen wurden speziell im Umgang mit Ultraschallgeräten geschult. Anschließend wurden die Gesundheitsstationen mit zwei neuen Ultraschallgeräten ausgestattet. Bereits kurz nach der Inbetriebnahme konnten über 120 Ultraschalluntersuchungen durchgeführt werden. Dies ermöglicht eine frühere Erkennung von Risikoschwangerschaften und verbessert die Betreuung schwangerer Frauen erheblich.
Die Hebamme Néré Datt aus Tarédji beschreibt die Veränderungen: „Dank des Projekts ist Ultraschall für die Frauen in Tarédji kein unerreichbarer Luxus mehr, sondern ein lokaler und zugänglicher Gesundheitsservice im Dienste des Lebens.“
Das Projekt zeigt bereits nach den ersten beiden Jahren, wie wirkungsvoll die Verbindung aus gemeindebasierter Aufklärungsarbeit, gestärkten Gesundheitsdiensten und dem wachsenden Vertrauen der Bevölkerung in lokale Gesundheitsangebote sein kann. Im kommenden Projektjahr sollen diese Fortschritte weiter gefestigt werden – unter anderem durch den Ausbau der Sensibilisierungsarbeit, die weitere Unterstützung schwangerer Frauen sowie die Inbetriebnahme einer Wasserfilteranlage, um die Gesundheitsversorgung von Müttern, Kindern und Gemeinden langfristig weiter zu verbessern.

Im Norden Senegals, im Distrikt Podor, ist der Zugang zu guter Gesundheitsversorgung für viele Frauen und Kinder schwierig. Lange Wege zu Gesundheitsstationen, unzureichend ausgestattete Einrichtungen und gesellschaftliche Tabus rund um Schwangerschaft und Familienplanung erschweren besonders im ländlichen Raum eine frühzeitige medizinische Betreuung.
Hier setzt unser 2024 gestartetes Projekt „Stärkung der Mutter-Kind-Gesundheit“ an. Durchgeführt von unserem Partner The Hunger Project Senegal, mit finanzieller Unterstützung der Else Kröner-Fresenius-Stiftung und Das Hunger Projekt Deutschland arbeiten wir daran, die Mütter- und Kindersterblichkeit in Podor nachhaltig zu senken und die Gesundheitsversorgung in zwölf Gesundheitsstationen zu verbessern.
2025 standen Schulungen, Aufklärungsarbeit und die bessere Ausstattung der Gesundheitsstationen im Mittelpunkt der Arbeit. Insgesamt 60 sogenannte „Godmothers“ und freiwillige Gesundheitshelferinnen wurden ausgebildet. Diese Frauen aus den Gemeinden sind wichtige Vertrauenspersonen und Bindeglieder zwischen der Bevölkerung und dem lokalen Gesundheitssystem. Im Projekt lernen sie, Familien über Vorsorgeuntersuchungen, Ernährung, Hygiene, Impfungen und Familienplanung zu informieren. Sie begleiten auch Schwangere zu Gesundheitsdiensten. Zusätzlich erhielten 15 Hebammen Fortbildungen zu Geburtshilfe, und zur Schwangerschaftsvor- und Nachsorge.
Diese Arbeit zeigt bereits Wirkung: Die Anzahl der Frauen, die mindestens vier Vorsorgeuntersuchungen während der Schwangerschaft wahrnahmen, stieg 2025 deutlich an. Auch die Zahl der professionell begleiteten Geburten nahm im Vergleich zum ersten Projektjahr noch einmal deutlich zu: von 908 im Jahr 2024 auf 1.025 im Jahr 2025. Ein weiterer Erfolg ist, dass 2.371 Kinder unter fünf Jahren wichtige Impfungen erhielten.
Eine wichtige Rolle spielt auch die Ernährungsberatung, da es an Kenntnissen und Zugang zu ausgewogener Ernährung für Mütter und Kinder mangelt. Anämie und Mangelernährung sind im Distrikt Podor ein ernstzunehmendes und verbreitetes Problem. Deshalb erhielten 797 schwangere Frauen Eisen- und Folsäurepräparate, 900 Frauen zusätzlich nährstoffreiches Mehl. Dies trägt dazu bei, Anämie und Mangelernährung der Mütter und Kinder zu behandeln und auch vorzubeugen.
Auch die Informations- und Sensibilisierungskampagnen stießen auf große Resonanz. 2025 wurden fast 9.000 Menschen in den Gemeinden zu Themen der Mutter-Kind-Gesundheit erreicht. Über 12.000 Personen nahmen an Aufklärungsmaßnahmen zu gesunder Ernährung teil. Dies zeigt einmal mehr, wie wichtig vertrauensvolle Ansprechpartner*innen vor Ort sind.





Freiwillige Gemeindehelferinnen berichteten uns davon, wie das Projekt ihre Arbeit verbessert. Die Godmother Aissata Ly aus dem Dorf Mbiddi erzählte uns: „Dank der Schulungen zu Familienplanung und Verhütungsmethoden verfüge ich nun über das Wissen und die Argumente, um Frauen in meiner Gemeinde besser zu beraten und zu unterstützen. Ich möchte nun auch Aufklärungskampagnen starten, um Missverständnisse rund um Familienplanung abzubauen.“
Und die Gesundheitshelferin Fatou Diop ergänzt: „Durch das Projekt hat die Zahl unbeaufsichtigter Hausgeburten deutlich abgenommen, da immer mehr Frauen zur Entbindung in die Gesundheitsstationen kommen.“
Auch das Personal in den Gesundheitsstationen profitiert spürbar von den Maßnahmen. Zwei Hebammen wurden speziell im Umgang mit Ultraschallgeräten geschult. Anschließend wurden die Gesundheitsstationen mit zwei neuen Ultraschallgeräten ausgestattet. Bereits kurz nach der Inbetriebnahme konnten über 120 Ultraschalluntersuchungen durchgeführt werden. Dies ermöglicht eine frühere Erkennung von Risikoschwangerschaften und verbessert die Betreuung schwangerer Frauen erheblich.
Die Hebamme Néré Datt aus Tarédji beschreibt die Veränderungen: „Dank des Projekts ist Ultraschall für die Frauen in Tarédji kein unerreichbarer Luxus mehr, sondern ein lokaler und zugänglicher Gesundheitsservice im Dienste des Lebens.“
Das Projekt zeigt bereits nach den ersten beiden Jahren, wie wirkungsvoll die Verbindung aus gemeindebasierter Aufklärungsarbeit, gestärkten Gesundheitsdiensten und dem wachsenden Vertrauen der Bevölkerung in lokale Gesundheitsangebote sein kann. Im kommenden Projektjahr sollen diese Fortschritte weiter gefestigt werden – unter anderem durch den Ausbau der Sensibilisierungsarbeit, die weitere Unterstützung schwangerer Frauen sowie die Inbetriebnahme einer Wasserfilteranlage, um die Gesundheitsversorgung von Müttern, Kindern und Gemeinden langfristig weiter zu verbessern.
Mehr über unsere Arbeit, aktuelle Projekte und Möglichkeiten zur Unterstützung finden Sie auf unserer Website.
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