

Junge Menschen haben unbändige Energie, Ideen und den Wunsch, sich eine eigene Zukunft aufzubauen. In Deutschland ebenso wie in Uganda. Doch in dem ostafrikanischen Land fehlen in ländlichen Regionen vielerorts Ausbildungsangebote, Startkapital, Kontakte zu Märkten und Finanzdienstleistungen. Und das, obwohl in der Landwirtschaft großes Potenzial steckt: Sie stärkt die lokale Versorgung und bietet jungen Menschen eine berufliche Perspektive und Einkommen, wenn sie als Geschäftsfeld mit Verarbeitung, Vermarktung und Unternehmertum verstanden wird.
Genau hier setzt unser Agribusiness-Projekt mit The Hunger Project Uganda an. Von Juni 2024 bis Mai 2027 fördern wir gemeinsam junge Frauen und Männer in den ländlichen Distriken Iganga, Wakiso und Butambala.
Im Mittelpunkt stehen Youth Agribusiness Academies: praxisnahe Ausbildungs- und Förderprogramme für junge Menschen zwischen 18 und 35 Jahren. Sie lernen, landwirtschaftliche Produkte weiterzuverarbeiten, Geschäftsideen zu entwickeln, Preise zu kalkulieren und Produkte zu verkaufen. Die Teilnehmenden arbeiten in Gruppen, knüpfen Kontakte zu Unternehmen und Finanzinstituten und bauen eigene Einkommensmöglichkeiten auf.
Im Jahr 2025 wurde sichtbar, wie stark das Projekt bereits nach kurzer Zeit wirkt. 1.285 junge Menschen sind in 39 Unternehmensgruppen aktiv. Sie arbeiten in 23 verschiedenen Agribusiness-Bereichen: verarbeiten Ingwer, Erdnüsse, Mais, Okra, Kaffee, Fische, Früchte und anderes lokales Getreide. Aus den Rohstoffen entwickeln sie marktfähige Produkte wie Mehlmischungen, Snacks, Getränke, Gewürzpulver, Backwaren oder Tierfutter.
Viele Gruppen haben mit einfachen Mitteln begonnen. Heute verfügen zahlreiche Gruppen über Geschäftspläne, Bankkonten und erste Kundinnen und Kunden. 30 Gruppen wurden bereits offiziell, als Community-Based Organisation registriert. Das erleichtert ihnen langfristig den Zugang zu Förderprogrammen, Finanzdienstleistungen und weiteren Geschäftsmöglichkeiten.
Der Wandel zeigt sich auch in der Haltung der jungen Menschen. Viele berichten, dass sie früher vor allem von Tag zu Tag gelebt haben. Heute planen sie ihre nächsten Schritte, sparen gemeinsam, investieren Gewinne wieder in ihre Unternehmen und entwickeln klare Ziele.


2025 erzielten 30 Unternehmensgruppen von jungen Unternehme*rinnen Verkäufe. Ein großer Teil des Gewinns wurde nicht sofort verbraucht, sondern wieder investiert oder über Sparmechanismen zurückgelegt. Damit kauften sie neue Rohstoffe ein, verbesserten Verpackungen, erhöhten Produktionsmengen oder sparten auf größere Anschaffungen. Einige Gruppen konnten bereits Kredite aufnehmen oder staatliche Mittel nutzen.
Auch der Zugang zu Finanzwissen wurde gestärkt. 212 Jugendliche nahmen an Trainings zu finanzieller Grundausbildung teil. Im Anschluss eröffneten sie erstmals individuelle Konten und gründeten gemeinschaftliche Spar- und Kreditgruppen. Diese Spargruppen helfen den Mitgliedern dabei, kleinere Investitionen zu finanzieren und gemeinsam Rücklagen aufzubauen.
Im August 2025 besuchte unsere zuständige Projektmanagerin Verena Demmelbauer das Projekt vor Ort. In Iganga traf sie die Namunkesu Youth Group, die Mehlmischungen und Snacks herstellt. Eine der jungen Frau berichtete Verena: „Früher habe ich nur die Überschüsse aus meinem Garten verkauft. Heute kaufe ich Mais ein, verarbeite ihn zu Mehl oder Tierfutter und verkaufe die Produkte mit Gewinn weiter“. Ihr abschließender Satz fasst den Wandel vor Ort gut zusammen: „Früher habe ich nur geschaut, was da ist. Heute plane ich, was möglich ist.“
Auch in den beiden anderen Projektregionen, Wakiso und Butambala, war die Veränderung sichtbar. Die Damasco Kivule Youth Group produziert ein Getränk aus getrockneter Okra, Rosmarin und Stevia sowie Snacks und Kaffee. Die Makya Youth Group verarbeitet kleine Fische und sogenannte Bitter Berries zu Pulver, das lokal als Zutat und Nahrungsergänzung genutzt wird. Mit Leidenschaft und Erfindungsreichtum. Weil die Youth Group noch keine Versiegelungsmaschine hat, nutzt sie ein altes Kohlebügeleisen, um Verpackungen zu verschließen. Diese Lösung zeigt: Die Gruppen warten nicht auf perfekte Bedingungen, sondern finden mit vorhandenem Wissen, Kreativität und Teamarbeit praktische Wege. In Butambala verarbeitet die Kabasanda Youth Group Mais zu Mehl und Tierfutter, stellt Backwaren her, verkauft Obstsalate und hält Hühner.






Ein Produkt herzustellen, reicht allein nicht aus, um sich eine nachhaltige Zukunft aufzubauen. Die jungen Unternehmer*innen brauchen Kontakte zum Markt, Wissen über Qualitätsstandards, Verpackung, Zertifizierung und Finanzierung. Deshalb wurden 2025 mehr als 724 Jugendliche über Messen, Finanzinstitutionen und weitere Projektpartner*innen mit Marktakteur*innen vernetzt. Es wurden Kooperationsvereinbarungen abgeschlossen und Mentor*innen begleiteten die Gruppen rund um die Themen Geschäftsplanung, Produktqualität, Vermarktung und Finanzmanagement.
Ein weiterer wichtiger Schritt war der Austausch mit dem ugandischen Handelsministerium. Das Ministerium zeigte großes Interesse am Agribusiness-Curriculum des Projekts, das Landwirtschaft und Unternehmertum praxisnah verbindet. Geplant ist eine engere Zusammenarbeit in den Bereichen Verpackung, Produktzertifizierung, Beratung und Handelsplattformen.
Mehrere Gruppen nahmen 2025 an überregionalen Veranstaltungen teil, darunter die National Agriculture Show und die Uganda International Trade Fair. Dort konnten die jungen Unternehmer*innen ihre Produkte vorstellen und Kontakte knüpfen. Auch Radio-Talkshows verschafften den jungen Stimmen Gehör. In Radiosendungen konnten Projektteilnehmende über ihre Produkte, Erfahrungen und die Chancen von Agribusiness berichten.
Das Agribusiness-Projekt zeigt, wie schnell Veränderung möglich ist wird, wenn junge Menschen gefördert werden und Zugang zu Wissen, Netzwerken und Märkten erhalten. Nach nur einem Jahr produzieren, verpacken und verkaufen zahlreiche Gruppen eigene Produkte. Sie sparen gemeinsam, reinvestieren, registrieren sich offiziell und vernetzen sich mit Finanzinstitutionen, Behörden und Unternehmen.
Die Youth Agribusiness Academies sind mehr als berufliche Trainings. Sie schaffen Räume, in denen junge Menschen ihre Fähigkeiten entdecken, Lösungen entwickeln und wirtschaftliche Perspektiven aufbauen. Aus einzelnen Ideen werden Gruppenunternehmen. Aus Rohstoffen werden marktfähige Produkte. Aus Teilnehmenden werden Unternehmer*innen.
Gemeinsam mit unserem Partner The Hunger Project Uganda, den lokalen Behörden, Unternehmen und den jungen Menschen vor Ort setzen wir diesen Weg fort: für neue Chancen und eine selbstbestimmte Zukunft.

Junge Menschen haben unbändige Energie, Ideen und den Wunsch, sich eine eigene Zukunft aufzubauen. In Deutschland ebenso wie in Uganda. Doch in dem ostafrikanischen Land fehlen in ländlichen Regionen vielerorts Ausbildungsangebote, Startkapital, Kontakte zu Märkten und Finanzdienstleistungen. Und das, obwohl in der Landwirtschaft großes Potenzial steckt: Sie stärkt die lokale Versorgung und bietet jungen Menschen eine berufliche Perspektive und Einkommen, wenn sie als Geschäftsfeld mit Verarbeitung, Vermarktung und Unternehmertum verstanden wird.
Genau hier setzt unser Agribusiness-Projekt mit The Hunger Project Uganda an. Von Juni 2024 bis Mai 2027 fördern wir gemeinsam junge Frauen und Männer in den ländlichen Distriken Iganga, Wakiso und Butambala.
Im Mittelpunkt stehen Youth Agribusiness Academies: praxisnahe Ausbildungs- und Förderprogramme für junge Menschen zwischen 18 und 35 Jahren. Sie lernen, landwirtschaftliche Produkte weiterzuverarbeiten, Geschäftsideen zu entwickeln, Preise zu kalkulieren und Produkte zu verkaufen. Die Teilnehmenden arbeiten in Gruppen, knüpfen Kontakte zu Unternehmen und Finanzinstituten und bauen eigene Einkommensmöglichkeiten auf.
Im Jahr 2025 wurde sichtbar, wie stark das Projekt bereits nach kurzer Zeit wirkt. 1.285 junge Menschen sind in 39 Unternehmensgruppen aktiv. Sie arbeiten in 23 verschiedenen Agribusiness-Bereichen: verarbeiten Ingwer, Erdnüsse, Mais, Okra, Kaffee, Fische, Früchte und anderes lokales Getreide. Aus den Rohstoffen entwickeln sie marktfähige Produkte wie Mehlmischungen, Snacks, Getränke, Gewürzpulver, Backwaren oder Tierfutter.
Viele Gruppen haben mit einfachen Mitteln begonnen. Heute verfügen zahlreiche Gruppen über Geschäftspläne, Bankkonten und erste Kundinnen und Kunden. 30 Gruppen wurden bereits offiziell, als Community-Based Organisation registriert. Das erleichtert ihnen langfristig den Zugang zu Förderprogrammen, Finanzdienstleistungen und weiteren Geschäftsmöglichkeiten.
Der Wandel zeigt sich auch in der Haltung der jungen Menschen. Viele berichten, dass sie früher vor allem von Tag zu Tag gelebt haben. Heute planen sie ihre nächsten Schritte, sparen gemeinsam, investieren Gewinne wieder in ihre Unternehmen und entwickeln klare Ziele.


2025 erzielten 30 Unternehmensgruppen von jungen Unternehme*rinnen Verkäufe. Ein großer Teil des Gewinns wurde nicht sofort verbraucht, sondern wieder investiert oder über Sparmechanismen zurückgelegt. Damit kauften sie neue Rohstoffe ein, verbesserten Verpackungen, erhöhten Produktionsmengen oder sparten auf größere Anschaffungen. Einige Gruppen konnten bereits Kredite aufnehmen oder staatliche Mittel nutzen.
Auch der Zugang zu Finanzwissen wurde gestärkt. 212 Jugendliche nahmen an Trainings zu finanzieller Grundausbildung teil. Im Anschluss eröffneten sie erstmals individuelle Konten und gründeten gemeinschaftliche Spar- und Kreditgruppen. Diese Spargruppen helfen den Mitgliedern dabei, kleinere Investitionen zu finanzieren und gemeinsam Rücklagen aufzubauen.
Im August 2025 besuchte unsere zuständige Projektmanagerin Verena Demmelbauer das Projekt vor Ort. In Iganga traf sie die Namunkesu Youth Group, die Mehlmischungen und Snacks herstellt. Eine der jungen Frau berichtete Verena: „Früher habe ich nur die Überschüsse aus meinem Garten verkauft. Heute kaufe ich Mais ein, verarbeite ihn zu Mehl oder Tierfutter und verkaufe die Produkte mit Gewinn weiter“. Ihr abschließender Satz fasst den Wandel vor Ort gut zusammen: „Früher habe ich nur geschaut, was da ist. Heute plane ich, was möglich ist.“
Auch in den beiden anderen Projektregionen, Wakiso und Butambala, war die Veränderung sichtbar. Die Damasco Kivule Youth Group produziert ein Getränk aus getrockneter Okra, Rosmarin und Stevia sowie Snacks und Kaffee. Die Makya Youth Group verarbeitet kleine Fische und sogenannte Bitter Berries zu Pulver, das lokal als Zutat und Nahrungsergänzung genutzt wird. Mit Leidenschaft und Erfindungsreichtum. Weil die Youth Group noch keine Versiegelungsmaschine hat, nutzt sie ein altes Kohlebügeleisen, um Verpackungen zu verschließen. Diese Lösung zeigt: Die Gruppen warten nicht auf perfekte Bedingungen, sondern finden mit vorhandenem Wissen, Kreativität und Teamarbeit praktische Wege. In Butambala verarbeitet die Kabasanda Youth Group Mais zu Mehl und Tierfutter, stellt Backwaren her, verkauft Obstsalate und hält Hühner.






Ein Produkt herzustellen, reicht allein nicht aus, um sich eine nachhaltige Zukunft aufzubauen. Die jungen Unternehmer*innen brauchen Kontakte zum Markt, Wissen über Qualitätsstandards, Verpackung, Zertifizierung und Finanzierung. Deshalb wurden 2025 mehr als 724 Jugendliche über Messen, Finanzinstitutionen und weitere Projektpartner*innen mit Marktakteur*innen vernetzt. Es wurden Kooperationsvereinbarungen abgeschlossen und Mentor*innen begleiteten die Gruppen rund um die Themen Geschäftsplanung, Produktqualität, Vermarktung und Finanzmanagement.
Ein weiterer wichtiger Schritt war der Austausch mit dem ugandischen Handelsministerium. Das Ministerium zeigte großes Interesse am Agribusiness-Curriculum des Projekts, das Landwirtschaft und Unternehmertum praxisnah verbindet. Geplant ist eine engere Zusammenarbeit in den Bereichen Verpackung, Produktzertifizierung, Beratung und Handelsplattformen.
Mehrere Gruppen nahmen 2025 an überregionalen Veranstaltungen teil, darunter die National Agriculture Show und die Uganda International Trade Fair. Dort konnten die jungen Unternehmer*innen ihre Produkte vorstellen und Kontakte knüpfen. Auch Radio-Talkshows verschafften den jungen Stimmen Gehör. In Radiosendungen konnten Projektteilnehmende über ihre Produkte, Erfahrungen und die Chancen von Agribusiness berichten.
Das Agribusiness-Projekt zeigt, wie schnell Veränderung möglich ist wird, wenn junge Menschen gefördert werden und Zugang zu Wissen, Netzwerken und Märkten erhalten. Nach nur einem Jahr produzieren, verpacken und verkaufen zahlreiche Gruppen eigene Produkte. Sie sparen gemeinsam, reinvestieren, registrieren sich offiziell und vernetzen sich mit Finanzinstitutionen, Behörden und Unternehmen.
Die Youth Agribusiness Academies sind mehr als berufliche Trainings. Sie schaffen Räume, in denen junge Menschen ihre Fähigkeiten entdecken, Lösungen entwickeln und wirtschaftliche Perspektiven aufbauen. Aus einzelnen Ideen werden Gruppenunternehmen. Aus Rohstoffen werden marktfähige Produkte. Aus Teilnehmenden werden Unternehmer*innen.
Gemeinsam mit unserem Partner The Hunger Project Uganda, den lokalen Behörden, Unternehmen und den jungen Menschen vor Ort setzen wir diesen Weg fort: für neue Chancen und eine selbstbestimmte Zukunft.
Mehr über unsere Arbeit, aktuelle Projekte und Möglichkeiten zur Unterstützung finden Sie auf unserer Website.
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© 2025 Das Hunger Projekt e.V.